IFRS 2

IFRS 2 „Share-based Payment“ regelt im Rahmen der International Financial Reporting Standards (IFRS) die Bilanzierung von anteilsbasierten Vergütungen, d.h. von Transaktionen, bei denen das bilanzierende Unternehmen als Gegenleistung für erhaltene Lieferungen oder Leistungen Eigenkapitalinstrumente hingibt oder Zahlungsverpflichtungen eingeht, deren Höhe an der Wertentwicklung von Unternehmensanteilen bemessen werden. Im Mittelpunkt des Standards stehen Aktienoptionspläne und ähnliche Rechte für Mitarbeiter und Führungskräfte als Vergütung von Arbeitsleistungen.

Nach IFRS 2 müssen Aktienoptionen und ähnliche Rechte grundsätzlich mit ihrem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) in der Bilanz erfaßt werden, wobei der Fair Value als Personalaufwand über die Sperrfrist (vesting period) zu verteilen ist. Der beizulegende Zeitwert der Optionen ist mit einem anerkannten Bewertungsmodell der Finanzmathematik zu bestimmen. Die Bilanzierungsregeln unterscheiden zwischen Equity- und Cash-Settlement. Bei Optionen, die nach der Methode Equity-Settlement bilanziert werden, ist der Fair Value am Tag der Gewährung (Grant Date) maßgeblich. Für Optionen mit Cash-Settlement Bilanzierung muß der Fair Value zu jedem Berichtsstichtag neu ermittelt werden.

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